Der Schäkel - das vielseitige Verbindungselement

Als vielseitige Verbindungselemente kommen Schäkel in vielen Anwendungsbereichen zum Einsatz.

Neben den einfachen Formen der geraden und geschweiften Schäkel, sind sie für spezielle Anwendungen auch als besonders lange oder weite Ausführung, mit Steg, als gedrehte Schäkel sowie als Schlüsselschäkel, Wirbelschäkel oder Schnappschäkel zu finden. Aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen sind in der Fördertechnik allerdings Schäkel in Form von Normteilen mit definierten Eigenschaften notwendig, wie etwa Schäkel DIN 82016 oder 82101.

Schäkel DIN 13889, 82101 und 82016 heben und halten Lasten

Für den Einsatz in Hebezeugen und Förderanlagen sind vor allem die Standardformen der genormten Schäkel in gerader und geschweifter Ausführung interessant. Eine Ausnahme ist der Gabelschäkel für die Verbindung zweier Kettenglieder. Der gerade oder D-Schäkel besitzt einen schlichten U-förmigen Bügel aus Rundstahl. Mit dieser länglichen Form, die am geschlossenen Ende dem Kettenglied einer Rundstahlkette entspricht, eignet er sich für die Einfachbelegung und heißt daher auch Kettenschäkel. Für die Mehrfachbelegung optimiert ist dagegen die Form des geschweiften Schäkels, der auch Ankerschäkel genannt wird. Dessen Bügel ist wie der griechische Großbuchstabe Omega geformt und nimmt die unter verschiedenen Winkeln angreifenden Kräfte mehrerer Anschlagketten günstiger auf.

Schäkel für dauerhafte und dynamisch belastete Verbindungen

Da ein Schäkel durch einen verschraubten oder anderweitig gesicherten Bolzen verschlossen wird, eignet sich dieses Verbindungselement sowohl für kurzfristige Anwendungen, als auch für dauerhafte Verbindungen von Ketten oder Seilen mit Lasten und Lastaufnahmemitteln. Auch für diese verschiedenen Anwendungsfälle sind unterschiedliche Bauformen des Schäkels im Gebrauch. Für die dauerhafte Befestigung eignen sich besonders Schäkel, deren Bolzen mit einer Mutter und einer zusätzlichen Schraubensicherung, wie einem Splint, gesichert sind, beispielsweise Schäkel DIN 82101 Form C. Diese Schäkelformen kommen aber auch dann vorteilhaft zum Einsatz, wenn sich der Bolzen durch eine dynamische Belastung drehen und damit lösen könnte. Diese Gefahr lässt sich allerdings oft auch durch eine geeignete Anordnung der Verbindungsmittel beseitigen oder zumindest minimieren.

Standard-Schäkel für kurzzeitigen Einsatz in Förderanlagen und Hebezeugen

Muss eine Last dagegen nur kurzzeitig mit Anschlagmitteln verbunden werden, für den Transport oder ein Anheben, dann kommen in der Regel zweiteilige Verbindungselemente mit einfachen Augbolzen zum Einsatz, etwa Schäkel DIN 82101 Form A. Bei diesen Schäkeln ist eins der Augen, die den Bolzen aufnehmen, mit einem Innengewinde versehen. Die gesonderte Mutter entfällt. Der Bolzenkopf ist zu einem Steg verflacht, der ein Auge enthält. Das erlaubt auch bei dieser Schäkelform eine einfache Bolzensicherung, mit einem Draht, der durch das Auge geführt und um den Bügel des Schäkels geschlungen wird.

Sowohl beim dauerhaften als auch beim kurzzeitigen Einsatz bieten Edelstahlschäkel, wie die Cromox-Schäkel der Ketten Wälder GmbH, Vorteile durch die höheren Belastungsgrenzen, bei gleicher Baugröße, aber auch aufgrund der Korrosionsbeständigkeit und geringeren Verschmutzungsneigung.

cromox® Highlights

  • Der Schäkel ist ein vielseitiges Verbindungselement
  • Schäkel DIN 13889, 82101 und 82016 heben und halten Lasten